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Leitfaden für Unternehmer und KMU — Gesundheit, Recht, Vorsorge und Lebensversicherung in der Schweiz

miavita team
19.01.2026

Als Unternehmer oder Inhaber eines Kleinbetriebs in der Schweiz stehst du vor finanziellen, rechtlichen und persönlichen Risiken, die einen klaren, praktischen Ansatz verdienen. Dieser Leitfaden erklärt die Grundlagen: die obligatorische Krankenversicherung (LAMal/KVG), Arbeitgeberpflichten bei Unfallversicherung, Einkommensschutz, das Drei-Säulen-System, Lebens- und Key-Person-Versicherungen sowie Rechtsschutz und Cyberversicherung.

Er bietet praktische Schritte, um Pflichtdeckungen zu organisieren, vermeidbare Kosten zu senken und Mitarbeitervorteile so zu gestalten, dass Personal gewonnen und gebunden werden kann.

miavita ist ein unabhängiger digitaler Versicherungsbroker, kein Versicherer, der Schweizer Versicherungsnehmern beim Vergleich von Offerten und bei der Beschaffung von KI-gestützten Analysen helfen kann; prüfe stets die Unabhängigkeit und die Gebühren oder Provisionen eines Brokers, bevor du ihn beauftragst.

Grundlagen der Schweizer Krankenversicherung (LAMal/KVG)

Jede in der Schweiz wohnhafte Person muss die Grundversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (LAMal/KVG) abschliessen. Neuzuzüger haben in der Regel drei Monate Zeit, nach der Anmeldung bei den Behörden eine Police abzuschliessen.

Die Grundversicherung deckt medizinisch notwendige ambulante und stationäre Leistungen sowie Mutterschaftsleistungen.

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Wichtiger Unterschied: Wenn du über deinen Arbeitgeber unfallversichert bist (siehe LAA/UVG), werden Unfallkosten normalerweise vom Unfallversicherer getragen; die Grundversicherung LAMal deckt Unfälle nur für Personen, die nicht durch die Unfallversicherung des Arbeitgebers geschützt sind, zum Beispiel gewisse Selbständige oder Mitarbeitende unterhalb der Meldepflicht.

Deine wichtigsten Stellhebel bei der Grundversicherung sind die jährliche Franchise, der Selbstbehalt und das Versicherungsmodell. Die Mindestfranchise für Erwachsene beträgt CHF 300, gängige höhere Optionen sind CHF 500, CHF 1'000, CHF 1'500, CHF 2'000 und CHF 2'500. Höhere Franchisen senken die Monatsprämien, erhöhen aber die Auslagen im Leistungsfall.

Managed-Care-Modelle, also HMO, Hausarztmodell oder Telmed/Telemedizin, reduzieren in der Regel die Prämien, verlangen jedoch Gatekeeping für Facharztzugänge.

Ergänzungsversicherungen nach VVG, oft Zusatzversicherung genannt, sind optional und werden nach Vertragsrecht angeboten; sie können halbprivate oder private Spitalunterkunft, bestimmte komplementäre Therapien oder zusätzliche Dienste abdecken. Sie ersetzen nicht die Grundversicherung und unterliegen häufig medizinischer Risikoprüfung sowie abweichenden Ausschlüssen.

Unfallversicherung und Arbeitgeberpflichten (LAA/UVG)

Als Arbeitgeber musst du die gesetzliche Unfallversicherung nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (LAA/UVG) abschliessen. Berufsunfälle sind für alle Angestellten versichert.

Für Nichtberufsunfälle, also Privatunfälle, hängt die Versicherungspflicht vom Umfang der Arbeitszeit ab: Arbeitet ein Mitarbeitender mindestens 8 Stunden pro Woche für denselben Arbeitgeber, sind auch Nichtberufsunfälle durch die Arbeitgeberversicherung gedeckt.

Zur Beitragspraxis: Arbeitgeber zahlen in der Regel die Beiträge für die Berufsunfallversicherung; die Prämien für Nichtberufsunfallversicherungen werden häufig den Mitarbeitenden über Lohnabzug auferlegt, sofern der Arbeitgeber diese nicht freiwillig übernimmt.

Selbständige ohne Arbeitnehmerdeckung sollten eine private Unfallversicherung in Betracht ziehen. Als Inhaber kannst du ergänzende Unfallpolicen kaufen, um die gesetzlichen Leistungen aufzustocken, etwa pauschale Invaliditätszahlungen oder erhöhte Taggelder für Schlüsselpersonen.

Einkommensschutz: Krankentaggeld und Invaliditätsplanung

Einkommensverlust durch Krankheit oder dauerhafte Invalidität ist ein wichtiges finanzielles Risiko. Private Krankentaggeldversicherungen ersetzen in der Regel einen Teil des Salärs während Krankheit, häufig bis zu 80 Prozent, und sind als Einzelpolice oder als Gruppenlösung für Mitarbeitende erhältlich.

Das öffentliche System, AHV/AVS und IV/AI, leistet Basisschutz bei Invalidität; die berufliche Vorsorge BVG/LPP bietet zusätzlichen Schutz für anspruchsberechtigte Arbeitnehmende.

Du solltest private Top-ups oder massgeschneiderte Lösungen prüfen, um schwere Liquiditätsprobleme zu vermeiden, falls du arbeitsunfähig wirst.

Beim Auswahlprozess gilt: Abwägen von Wartefristen und Leistungsdauer — kürzere Wartefristen und längere Leistungsdauern erhöhen die Prämien, bieten aber besseren Schutz.

Berücksichtige auch, ob Policen mit Arbeitgeberlösungen integriert sind und wie Leistungen steuerlich behandelt werden.

Vorsorge und Altersplanung (Drei-Säulen-System)

Das Schweizer Drei-Säulen-System kombiniert staatliche AHV/AVS, berufliche BVG/LPP und private Vorsorge, Säule 3a und 3b.

Säule 1 ist obligatorisch und wird durch Beiträge finanziert.

Säule 2 ist die berufliche Vorsorge für Angestellte mit einem über dem gesetzlich definierten Mindest versicherten Lohn liegenden Einkommen; Arbeitgeber müssen berechtigte Mitarbeitende einschreiben und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmende leisten Beiträge.

Die gesetzliche Lohnschwelle für den obligatorischen BVG-Eintritt wird gesetzlich festgelegt und kann sich ändern; prüfe den aktuellen Wert beim BSV, da Zahlen periodisch angepasst werden.

Die Säule 3a, steuerlich privilegiert, ist besonders relevant für Unternehmer: Sie reduziert das steuerbare Einkommen und baut Kapital für die Pension auf.

Die Beitragslimiten ändern sich jährlich: Beispielsweise betrug im Jahr 2024 der maximale 3a-Beitrag für Arbeitnehmer mit Pensionskasse CHF 7'056, und Selbständige ohne Pensionskasse konnten bis zu 20 Prozent des Nettoeinkommens abziehen, gedeckelt bei CHF 35'280 im Jahr 2024.

Empfehlung: Prüfe die aktuellen jährlichen Limiten beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) oder bei deinem Steuerberater.

Praktische Schritte: Nutze Säule 3a zur Steueroptimierung und Altersvorsorge und prüfe Firmenpensionsstrategien für Inhaber und Schlüsselpersonen, etwa Austrittsleistungen oder individuelle Pensionslösungen, wenn relevant.

Lebensversicherung und Key-Person-Schutz

Lebensversicherung schützt Hinterbliebene und hilft, die Unternehmenskontinuität zu sichern.

Term Life, also Risikolebensversicherung, zahlt eine klare Todesfallleistung und ist in der Regel kostengünstiger.

Ganze Lebensversicherungen oder kapitalbildende Produkte enthalten Sparkomponenten, sind aber meist teurer und haben andere steuerliche Wirkungen.

Für Unternehmen bieten Key-Person-Versicherungen und versicherte Buy-Sell-Vereinbarungen Liquidität, falls ein Inhaber oder wichtige Mitarbeitende sterben oder berufsunfähig werden.

Übliche Konstruktionen finanzieren Anteilsübertragungen oder die Rückzahlung von Darlehen nach einem versicherten Ereignis.

Wähle sorgfältig, wer Policeninhaber und Begünstigter ist, damit Auszahlungen für die vorgesehenen geschäftlichen oder familiären Zwecke verfügbar sind; berücksichtige zudem steuerliche und erbrechtliche Aspekte nach Schweizer Recht und dokumentiere Buy-Sell-Vereinbarungen klar.

Rechtsschutz, Haftpflicht und Cyberversicherung

Rechtsschutzversicherungen können Kosten bei arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen, Vertragskonflikten und Betreibungen abdecken.

Du solltest eine Privathaftpflicht besitzen und je nach Tätigkeit eine Berufshaftpflicht (Errors & Omissions) abschliessen.

Berufshaftpflicht ist besonders wichtig für Berater, Dienstleister und Fachpersonen, deren Beratung zu Kundenschäden führen kann.

Cyberversicherungen werden für kleine Unternehmen zunehmend relevant; Policen können Reaktionskosten, Anwalts- und Wiederherstellungskosten sowie Betriebsunterbruch decken.

Cyberdeckung variiert stark. Lies Definitionen, Limiten und Ausschlüsse genau und stelle sicher, dass Datenschutz-, Patch- und Backup-Verfahren den Versicherungsanforderungen entsprechen, um Deckungslücken zu vermeiden.

Sparen, Investieren und alternative Vorsorgeformen

Einige Versicherungsprodukte kombinieren Schutz und Sparen, haben jedoch oft höhere Gebühren und geringere Transparenz als direkte Anlagekonten.

Vergleiche fondsgebundene Säule-3a-Produkte, Bank- oder Broker-Anlagekonten und kapitalbildende Versicherungsprodukte hinsichtlich Rendite, Liquidität, Gebühren und steuerlicher Behandlung.

Für Unternehmen können strukturierte Pensionslösungen und Firmenreserven Arbeitgeberbeiträge glätten und helfen, Mitarbeitergehälter zu sichern.

Du solltest Liquiditätsbedarf, Steueroptimierung und langfristige Renditeerwartungen abgleichen, wenn du Vorsorgevehikel wählst.

Kostensenkung und der Vorteil von Mitarbeiterleistungen

Praktische Massnahmen zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Beibehaltung des Schutzes sind: Erhöhung der LAMal Franchise, Wahl von Managed Care Modellen wie HMO, Hausarzt oder Telmed, Abschlüsse von Gruppenvereinbarungen für Ergänzungsversicherungen sowie Nutzung von Säule 3a Beiträgen zur Senkung des steuerbaren Einkommens. Arbeitgeberleistungen wie Beiträge zu Ergänzungsversicherungen, Unfall Top Ups oder Pensionszuschüsse können attraktive Rekrutierungsinstrumente sein. Erwäge modulare Leistungskataloge, damit Mitarbeitende wählen können, was ihnen am wichtigsten ist — das hilft, Arbeitgeberkosten zu kontrollieren und gleichzeitig den wahrgenommenen Nutzen zu steigern.

Checkliste für Massnahmen (praktische nächste Schritte)

Nutze diese Checkliste beim Start eines Unternehmens oder bei der Überprüfung deines Schutzes:

  • Melde dich bei der AHV/AVS an und kläre deinen Status (selbständig vs angestellt).
  • Stelle sicher, dass du und deine Mitarbeitenden innerhalb von drei Monaten nach Wohnsitznahme eine Grundversicherung LAMal/KVG haben.
  • Schliesse die obligatorische Unfallversicherung LAA/UVG für Mitarbeitende ab und prüfe Ergänzungsdeckungen; kläre, wer welche Prämien zahlt, Berufs versus Nichtberufsunfall.
  • Entscheide über berufliche Vorsorge BVG/LPP für anspruchsberechtigte Mitarbeitende und richte eine passende Pensionslösung ein oder wähle eine bestehende aus.
  • Kaufe Krankentaggeldversicherungen für dich selbst und prüfe Gruppenoptionen für Schlüsselpersonal.
  • Eröffne und bespare jährlich ein Säule 3a Konto zur Steueroptimierung und Altersvorsorge, prüfe die aktuellen Beitragshöhen jedes Jahr.
  • Schaffe Lebens und Key Person Versicherungen zur Finanzierung von Kontinuitätsplänen oder zum Schutz der Familie; stimme Policeninhaberschaft und Begünstigte auf rechtliche und steuerliche Ziele ab.
  • Ergänze je nach Tätigkeit Rechtsschutz, Berufshaftpflicht und Cyberversicherung.
  • Überprüfe Policen jährlich und bei wesentlichen Unternehmensereignissen wie Einstellung, Wachstum oder Verkauf und führe zentrale Unterlagen: Lohnbuchhaltung, Policen, Zertifikate und Verträge.

Personal einstellen und Leistungsdesign (KMU Fokus)

Schon sehr kleine Firmen unter 10 Mitarbeitende können Leistungen anbieten, die wirken. Optionen sind arbeitgeberfinanzierte Ergänzungsversicherungen, Beiträge zu Krankentaggeld oder Pensionszuschüsse. Modulare oder flexible Leistungssysteme erlauben es dem Personal, das Passende auszuwählen. Für die administrative Vereinfachung kannst du einen einzigen Broker oder eine digitale Plattform nutzen, die Offerten bündelt und die Policeverwaltung übernimmt. Beim Leistungsdesign vergleichst du die Kosten pro Kopf mit möglichen Retention Effekten — moderate Arbeitgeberbeiträge bringen oft hohen wahrgenommenen Nutzen. Stelle sicher, dass Drittanbieter, also Broker oder Plattformen, unabhängig sind oder dass Interessenkonflikte offen gelegt werden.

Wo Hilfe und Vergleiche erhältlich sind

Versicherungsvergleiche können zeitaufwändig sein. Nutze unabhängige Berater oder digitale Broker, um mehrere Anbieter und Produkte schnell zu vergleichen, aber bestätige die Unabhängigkeit des Beraters und verlange transparente Angaben zu Gebühren und Provisionen. Öffentliche Bundesstellen wie BAG, BSV oder ch.ch liefern verbindliche Regeln und Basisinformationen. Unabhängige digitale Broker, zum Beispiel miavita, ein unabhängiger digitaler Versicherungsbroker, kein Versicherer, können Vergleiche beschleunigen und standardisierte Offerten sowie KI gestützte Insights liefern; verwende solche Dienste, um eine Shortlist zu erstellen, und lies anschliessend die Policebedingungen sorgfältig, bevor du kaufst. Empfehlung, fordere stets die zentralen Policendokumente sowie die Produkt und Ausschlussunterlagen des Versicherers an, bevor du eine Entscheidung triffst.

Fazit

Unternehmer und Inhaber kleiner Unternehmen in der Schweiz sollten mit den obligatorischen Schutzmassnahmen beginnen, also LAMal, gegebenenfalls Unfallversicherung durch den Arbeitgeber und AHV, und gezielt Absicherungen für Einkommen, Vorsorge und Kontinuität ergänzen.

Nutze Säule 3a für steuerlich effiziente Altersvorsorge, prüfe Krankentaggeld und Key Person Versicherungen für Liquiditätsschutz und gestalte moderate Arbeitgeberbeiträge, um Rekrutierung und Bindung zu verbessern.

Überprüfe Vereinbarungen regelmässig und stütze dich auf unabhängige Vergleiche oder Berater, um Schutz und Kosten auszubalancieren.

Empfehlung, prüfe alle jahresbezogenen Zahlen wie Schwellenwerte und Beitragsobergrenzen auf offiziellen Bundesseiten oder mit einem qualifizierten Berater, da diese periodisch ändern.

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Wünschst du eine massgeschneiderte Checkliste oder einen Vergleich für dein Unternehmen? Kontaktiere einen unabhängigen Broker oder einen digitalen Vergleichsdienst in der Schweiz, zum Beispiel Miavita, ein unabhängiger digitaler Versicherungsbroker, kein Versicherer, um Krankenversicherung, Krankentaggeld und Vorsorgeoptionen zu prüfen und personalisierte Offerten zu erhalten. Empfehlung, fordere stets schriftliche Offenlegungen zu Gebühren und Provisionen von jedem Broker an, bevor du dich bindest.

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Fallstudie

Ein anonymisiertes Beispiel: Ein Einzelfirma Inhaber mit einem kleinen Grafikstudio in Zürich überprüfte persönlichen und geschäftlichen Schutz nach einer Wachstumsphase. Er erhöhte seine LAMal Franchise auf CHF 2'500, um die monatlichen Prämien zu senken, und nutzte die Einsparungen, um eine Krankentaggeldpolice mit einer 30 tägigen Wartefrist und 80 Prozent Einkommensersatz abzuschliessen. Er eröffnete ein Säule 3a Konto und leistete den maximal praktikablen Jahresbeitrag zur Senkung des steuerbaren Einkommens. Zur Geschäftskontinuität schloss er eine Risikolebensversicherung mit einer Buy Sell Klausel ab, die einen stillen Teilhaber schützt. Die kombinierten Massnahmen verbesserten die kurzfristige Liquiditätsresilienz und die langfristige Altersvorsorge, während die laufenden Kosten überschaubar blieben. Dieses Szenario ist illustrativ, Resultate hängen von persönlichen Umständen und Versicherungsbedingungen ab.

Vergleichstabelle

Option Vorteile Nachteile
Grundversicherung (LAMal/KVG) Obligatorische Deckung für medizinisch notwendige Leistungen, breites Leistungserbringer Netz, wettbewerbsfähige Prämien zwischen den Anbietern Prämien können hoch sein, eingeschränkte Wahl des Spitalzimmers unter der Grunddeckung, Kosten variieren je Kanton, Alter und gewählter Franchise oder Modell
Ergänzungsversicherung (VVG/LCA) Deckt private oder halbprivate Spitalzimmer, zusätzliche Leistungen und komplementäre Medizin, mehr Komfort und Service Optionen Wird nach Vertragsrecht angeboten und kann einer Gesundheitsprüfung unterliegen, Ausschlüsse und höhere Prämien möglich, kein Ersatz für die Grundversicherung
Krankentaggeldversicherung (Krankentaggeld) Sichert das Einkommen bei Krankheit, häufig bis zu 80 Prozent, als Einzel oder Gruppenlösung erhältlich, unterstützt die Liquidität des Betriebs Prämien variieren nach Beruf und Wartefrist, kürzere Wartefristen und höhere Leistungen erhöhen die Kosten

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die Grundversicherung LAMal ist obligatorisch, wähle Franchise und Modell, um Prämien und Eigenleistung auszugleichen und kläre, ob Unfalldeckung durch die Arbeitgeberunfallversicherung oder durch LAMal erfolgt.
  • Arbeitgeber müssen die gesetzliche Berufsunfallversicherung bereitstellen, Regeln zur Nichtberufsunfalldeckung und zur Prämienzahlung variieren mit der Arbeitszeit, intern klären.
  • Krankentaggeld und Invaliditäts Top Ups sind wichtig zum Einkommensschutz für Inhaber und Schlüsselpersonal.
  • Nutze Säule 3a strategisch, um steuerbares Einkommen zu senken und Alterskapital aufzubauen, prüfe jährlich die Beitragsobergrenzen.
  • Lebens und Key Person Versicherungen finanzieren oft Kontinuitätspläne und Buy Sell Vereinbarungen ohne Aufzehrung der Reserven, prüfe Policeninhaberschaft, Begünstigte und steuerliche Folgen.
  • Überprüfe und zentralisiere Policen regelmässig und nutze unabhängige Vergleiche, um Kosten und Deckung zu optimieren; verifiziere jahresbezogene Zahlen auf offiziellen Bundesseiten.

Quellen

Kurz erklärt (FAQ)

Muss ich als Unternehmer in der Schweiz die Grundversicherung (LAMal) abschliessen?
Ja. Jede in der Schweiz wohnhafte Person, auch du als Unternehmer oder Selbständigerwerbender, musst die Grundversicherung LAMal/KVG innerhalb von drei Monaten nach Wohnsitznahme abschliessen.
Wer bezahlt die Unfallversicherung für Mitarbeitende?

Arbeitgeber müssen die gesetzliche Unfallversicherung nach LAA/UVG abschliessen. Arbeitgeber zahlen in der Regel die Beiträge für Berufsunfälle.

Für Nichtberufsunfälle werden die Prämien üblicherweise dem Mitarbeitenden via Lohnabzug belastet, sofern der Arbeitgeber diese nicht übernimmt; falls der Mitarbeitende mindestens 8 Stunden pro Woche für denselben Arbeitgeber arbeitet, sind Nichtberufsunfälle in der Regel durch die Arbeitgeberpolice gedeckt.

Die Praxis kann variieren, prüfe Lohnvereinbarungen und die Bedingungen deines Versicherers.

Wie kann ich mein Einkommen schützen, falls ich krank werde?

Private Krankentaggeldversicherungen ersetzen üblicherweise einen Teil des Salärs während Krankheit, häufig bis zu 80 Prozent.

Du kannst diese individuell oder als Gruppenlösung für Mitarbeitende abschliessen.

Vergleiche Wartefristen und Leistungsdauern, um deinen Liquiditätsbedarf abzudecken, und beachte die Interaktion mit AHV/IV und BVG.

Welche Vorsorgeoptionen sollte ich als Unternehmer prüfen?

Kläre deine AHV Pflichten, prüfe, ob Säule 2 BVG/LPP für deine Mitarbeitenden gilt — das hängt von einer gesetzlich festgelegten Gehaltsschwelle ab, prüfe den aktuellen Wert — und maximiere Säule 3a Beiträge zur Reduktion des steuerbaren Einkommens und Aufbau von Vorsorgekapital.

Selbständige ohne BVG haben in der Regel höhere zulässige 3a Abzüge, prüfe die aktuellen jährlichen Grenzen auf offiziellen Seiten.

Sollten kleine Firmen Ergänzungsversicherungen anbieten, um Personal anzuziehen?

Ja. Die Übernahme von Beiträgen zu Ergänzungsversicherungen, Krankentaggeld oder Pensionszuschüssen kann eine kosteneffiziente Massnahme zur Verbesserung von Rekrutierung und Bindung sein.

Flexible Leistungskataloge erlauben Mitarbeitenden, die für sie wichtigsten Optionen zu wählen.

Wo kann ich Versicherungsangebote in der Schweiz vergleichen?

Nutze unabhängige Berater, Online Vergleichstools und digitale Broker, um Offerten effizient zu vergleichen. Lies stets die Policebedingungen zu Ausschlüssen und Limiten und bestätige die Unabhängigkeit sowie die Gebührenstruktur des Beraters oder Brokers.

miavita ist ein Beispiel für einen unabhängigen digitalen Versicherungsbroker, der beim Vergleichen von Optionen und bei der Erstellung von KI gestützten Analysen helfen kann — miavita ist Broker, nicht Versicherer. Empfehlung, verlange vor Vertragsabschluss eine klare Offenlegung von Provisionen oder Gebühren.