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Das Rentensystem in Kürze, ein praktischer Leitfaden für dich in der Schweiz

miavita team
27.01.2026

Das schweizerische Rentensystem stützt sich auf drei Säulen, die darauf ausgelegt sind, den Lebensstandard nach der Pensionierung zu erhalten und Schutz bei Invalidität sowie für Hinterlassene zu bieten. Dieser praktische Leitfaden erklärt Säule 1, AHV/AVS und IV/AI, Säule 2, LPP/BVG, und Säule 3 sowie die Verknüpfungen zu Kranken und Unfallversicherung. Nutze dieses Kurzreferat, um deine Pflichten und Optionen als Arbeitnehmende, Arbeitgebende oder Selbständiger zu verstehen. Du kannst miavita in Betracht ziehen, ein unabhängiger Schweizer digitaler Versicherungsvermittler (miavita ist ein Vermittler, kein Versicherer), der Schweizer Versicherungskundinnen und -kunden mit KI gestützten Einsichten unterstützt. Dieser Leitfaden bietet allgemeine Informationen und keine personalisierte Beratung, zieh für entscheidungsrelevante Fragen amtliche Quellen oder eine lizenzierte Beratung hinzu.

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Einleitung

Das Drei Säulen Modell der Schweiz verbindet staatliche Solidarität mit beruflicher und privater Vorsorge, um Risiken von Alter, Invalidität und für Hinterlassene abzudecken. Säule 1, AHV/AVS und IV/AI, deckt die Grundbedürfnisse; Säule 2, LPP/BVG, baut berufliche Altersguthaben auf; Säule 3, privat, schliesst individuelle Lücken und bietet Steuervorteile. Kranken und Unfallversicherung stehen vor allem dort in Verbindung mit der Vorsorge, wo es um Invalidität oder Langzeitpflege geht. Nutze diesen Leitfaden, um einen klaren Überblick und praktische Schritte zu erhalten, und konsultier amtliche Quellen oder eine vertrauenswürdige Beratung für zahlrelevante Angaben.

Säule 1, AHV/AVS und IV/AI (erste Säule)

Was es ist: Die erste Säule umfasst AHV/AVS, Alters und Hinterlassenenversicherung, und IV/AI, Invalidenversicherung. Sie ist für Personen, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten, obligatorisch.Wie sie funktioniert: AHV/AVS ist ein Umlageverfahren, finanziert durch Beiträge von Arbeitnehmenden, Arbeitgebenden und weiteren Beitragspflichtigen. Die Renten hängen von der Beitragsdauer und dem Durchschnittseinkommen ab und sind darauf ausgelegt, Grundbedürfnisse zu decken, nicht das volle Erwerbseinkommen zu ersetzen.Wichtige praktische Punkte: Die gesetzlichen Rentenalter liegen derzeit bei 65 Jahren für Männer und 64 Jahren für Frauen. HINWEIS: Gesetzesinitiativen zur Anpassung der Rentenalter wurden in den letzten Jahren diskutiert, prüfe die aktuellen gesetzlichen Altersgrenzen bei den offiziellen Bundesstellen, bevor du handelst. Die Rentenhöhen hängen von Beitragsjahren und durchschnittlichem Einkommen ab. Regeln und Berechnungen ändern sich im Laufe der Zeit, konsultier amtliche Bundesquellen für aktuelle Zahlen und geplante Reformen.

Säule 2, LPP/BVG berufliche Vorsorge (zweite Säule)

Was es ist: Die zweite Säule, LPP/BVG, ergänzt AHV/AVS. Sie ist für Arbeitnehmende verpflichtend, die über einer gesetzlich festgelegten Eintrittsschwelle verdienen. HINWEIS: Die Eintrittsschwelle wurde historisch mit etwa CHF 21'150 Brutto pro Jahr angegeben, kann jedoch aktualisiert werden, bestätige die aktuelle Schwelle bei den offiziellen Bundesstellen, bevor du dich auf eine konkrete Zahl verlässt. Arbeitgebende müssen eine Pensionskasse einrichten oder beitreten und teilen in der Regel die Beiträge mit den Arbeitnehmenden.Wie sie funktioniert: Beiträge werden von Pensionskassen angelegt; Leistungen hängen von den angesparten Mitteln, der finanziellen Lage der Pensionskasse und dem Umwandlungssatz ab, mit dem Renten berechnet werden (Umwandlungssätze variieren zwischen Kassen und werden periodisch überprüft).Freizügigkeitsleistungen: Beim Verlassen eines Arbeitgebers oder bei Wegzug ins Ausland werden deine angesparten Guthaben als Freizügigkeitsleistung ausgewiesen, die du in eine neue Pensionskasse oder auf ein Freizügigkeitskonto oder eine Freizügigkeitsstiftung übertragen kannst.Pflichten und Optionen des Arbeitgebers: Arbeitgebende müssen die gesetzlichen Mindestleistungen erfüllen, können aber verbesserte Pläne anbieten.Praktische Tipps für Arbeitnehmende: Prüfe deine Pensionskassenunterlagen, versteh Freizügigkeitsoptionen bei Jobwechseln und besprich allenfalls Zeitpunkte und Einkaufsmöglichkeiten, wenn du einen vorzeitigen oder teilweisen Ruhestand planst.

Säule 3, private Vorsorge (dritte Säule)

Was es ist: Säule 3 besteht aus freiwilliger privater Vorsorge. Säule 3a ist gebundene, steuerbegünstigte Vorsorge mit jährlich festgelegten Höchstbeträgen, Säule 3b ist breitere private Vorsorge ohne dieselben Steuervorteile.Warum sie wichtig ist: AHV und viele berufliche Vorsorgewerke ersetzen das Erwerbseinkommen oft nicht vollständig, daher hilft Säule 3, Lücken zu schliessen und bietet steuerliche Optimierung.Praktische Tipps: Nutz Säule 3a zur Reduktion des steuerbaren Einkommens und zum Aufbessern der Vorsorge, prüfe die aktuellen Limiten beim Eidgenössischen Steueramt, ESTV. Wähle zwischen Bankkonten, versicherungsbasierten 3a Produkten oder Anlagefonds je nach Risikoneigung und Steuerplanung. Für Selbständige ohne obligatorische berufliche Vorsorge ist Säule 3 besonders wichtig.

Weitere Schutzmechanismen und Verknüpfungen mit dem Rentensystem

Kranken und Unfallversicherung stehen mit der Vorsorge vor allem in Situationen von Invalidität und kurzfristigem Einkommensschutz in Verbindung. Arbeitgebende müssen für ihre Arbeitnehmenden eine obligatorische Unfallversicherung, LAA/UVG, vorsehen (Deckung hängt von Arbeitszeit und Beschäftigungsstatus ab). Taggeldversicherungen, Erwerbsersatz und private Unfallversicherungen schützen das Einkommen, bis Invaliditätsleistungen einsetzen. Invalidenrenten werden zwischen IV/AI, staatlich, und LPP/BVG, beruflich, koordiniert; häufig leisten beide, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Die Grundversicherung, KVG/LaMal, ist vom Vorsorgesystem getrennt, deckt aber medizinische Behandlungen, Rehabilitation und Wiedereingliederung, und beeinflusst damit indirekt Invaliditäts und Rentenergebnisse.

Häufige Fragen und praktische Checkliste

Für Arbeitnehmende: Prüfe, ob du die LPP/BVG Einkommensschwelle erreichst und ob du angemeldet bist; kontrolliere Pensionskassenunterlagen zu Beiträgen und projizierten Ersatzraten; erwäge Säule 3a Aufstockungen und Einkaufsmöglichkeiten; entscheide, wohin Freizügigkeitsleistungen bei einem Jobwechsel fliessen sollen.Für Arbeitgebende: Stell sicher, dass anspruchsberechtigte Mitarbeitende angemeldet sind, erfüll die gesetzlichen Mindestleistungen und kommuniziere Ansprüche klar.Für Selbständige und Grenzgänger: Plane private Vorsorge frühzeitig; Grenzgänger sollten bilaterale Regeln zu Sozialversicherung und Rentenansprüchen prüfen. Verwende amtliche Quellen für aktuelle Beitragssätze, Schwellenwerte und Säule 3a Limiten und such bei komplexen Situationen eine personalisierte Beratung.

Praktische Faustregeln

Fang früh an: Zinseszinseffekte sind bei Säule 2 und Säule 3 entscheidend. Überprüfe jährliche Pensionskassenunterlagen und bewahre wichtige Unterlagen auf, dazu gehören Pensionskassenunterlagen und Freizügigkeitsausweise. Bei der Entscheidung zwischen Kapitalbezug und Rente wägest du die steuerliche Behandlung gegen langfristige Einkommenssicherheit ab. Hol dir fachliche Beratung bei komplexen Situationen wie Vorruhestand, Scheidung, Wegzug oder grösseren Einkäufen.

Fazit

Das Verständnis der drei Säulen und der Verknüpfung von Kranken und Unfallversicherung mit der Vorsorge ist zentral für eine sichere Rentenplanung in der Schweiz. Überprüfe regelmässig deine AHV/AVS Beiträge, Pensionskassen Auszüge und deine Säule 3a Strategie; nutze Freizügigkeitsoptionen bei Jobwechseln klug; und hol dir bei komplexen Anliegen massgeschneiderte Beratung. Für aktuelle gesetzliche Schwellenwerte, Beitragssätze und Säule 3a Limiten konsultier stets amtliche Bundes und Kantonsquellen. Für digitale Vergleiche oder eine unabhängige Sicht kannst du miavita in Betracht ziehen, ein unabhängiger Schweizer digitaler Versicherungsvermittler miavita ist ein Vermittler, kein Versicherer), oder du kontaktierst eine lizenzierte, unabhängige Schweizer Vorsorge oder Versicherungsberaterin bzw. einen -berater. HINWEIS: Die Erwähnung eines unabhängigen Vermittlers dient lediglich der Information und ist keine Empfehlung; prüf die Lizenzierung und Unabhängigkeit eines Anbieters sowie dessen Bedingungen, bevor du ihn nutzt.

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Möchtest du personalisierte Vergleiche oder Hilfe bei der Planung von Vorsorge und Versicherungsoptionen? Zieh Miavita in Betracht, ein unabhängiger Schweizer digitaler Versicherungsvermittler (Miavita ist ein Vermittler, kein Versicherer), oder kontaktiere eine lizenzierte, unabhängige Schweizer Versicherungs oder Vorsorgeberatung, um LPP/BVG und Säule 3 Optionen zu vergleichen und Wechselwirkungen mit Kranken und Unfallversicherung zu klären. HINWEIS: Diese Erwähnung dient nur der Information; prüf die Lizenzierung und Unabhängigkeit eines Anbieters, bevor du ihn nutzt.

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Vergleichstabelle

Nachfolgend eine kurze Gegenüberstellung, die verdeutlicht, wie verschiedene Systeme und Versicherungen zu Renten und Einkommensschutz in Beziehung stehen. Für eine umfassendere oder personalisierte Gegenüberstellung zieh amtliche Dokumente oder eine lizenzierte unabhängige Beratung zurate.

Option Vorteile Nachteile
Grundversicherung (KVG/LaMal)
  • Obligatorische Deckung für medizinisch notwendige Behandlungen, standardisierte Leistungen
  • Solidaritätsprinzip.
Deckt nicht alle Leistungen, zum Beispiel viele Komplementärtherapien, und ersetzt nicht entgangenes Einkommen — zusätzliche Versicherungen wie Unfall oder Taggeld sind oft erforderlich.
Zusatzversicherung (private Krankenversicherung) Grössere Spitalklassenwahl, Deckung für gewisse Komplementärtherapien und Komfortoptionen, kann Lücken der Grundversicherung schliessen.
  • Höhere Prämien, Risikoprüfung möglich
  • Leistungen variieren stark zwischen Anbietern und können bei Vorerkrankungen eingeschränkt sein.
Unfallversicherung (LAA/UVG) Für viele Arbeitnehmende obligatorisch, deckt Berufsunfälle, Rehabilitation und Einkommensersatz, unterstützt Wiedereingliederung und Vorsorgekoordination.
  • Deckungsumfang hängt vom Beschäftigungsstatus und der Arbeitszeit ab
  • Personen ohne obligatorische Deckung über den Arbeitgeber benötigen zusätzliche Regelungen für Nicht Berufsunfälle. HINWEIS: Klär, ob Nicht Berufsunfälle in deiner konkreten Anstellung abgedeckt sind.

Fallstudie

Anonymisiert: Eine 52 jährige Zürcher Arbeitnehmerin (\"A\") mit AHV/AVS, einer beruflichen Vorsorge und einem Säule 3a Konto hatte einen schweren Arbeitsunfall. Die obligatorische Unfallversicherung, LAA/UVG, übernahm sofortige Behandlung und Rehabilitation; die IV/AI prüfte einen Teilinvaliditätsanspruch; die Pensionskasse des Arbeitgebers zahlte gemäss LPP/BVG Reglement Invalidenleistungen. A verwendete Säule 3a Erspartes temporär, während Leistungsansprüche geprüft wurden. Dies veranschaulicht, wie Kranken, Unfall und Vorsorgesysteme bei Invalidität zusammenwirken und weshalb ergänzende private Ersparnisse zeitliche und leistungsbezogene Lücken überbrücken können.

Kernaussagen

  • Das schweizerische Drei Säulen System, AHV/AVS und IV/AI, LPP/BVG, Säule 3, arbeitet zusammen, um Renteneinkommen, Invalidität und Hinterlassenenleistungen abzusichern.
  • AHV/AVS deckt die Grundbedürfnisse, LPP/BVG bildet berufliche Ersparnisse, Säule 3 (3a/3b) schliesst Lücken und bietet Steuervorteile.
  • Kranken und Unfallversicherung sind getrennt, aber wichtig: Sie finanzieren Behandlung und Rehabilitation und können Invaliditäts sowie Rentenausgänge beeinflussen.
  • Prüfe Pensionskassen Auszüge jährlich, verwalte Freizügigkeitsleistungen bei Jobwechseln und nutze Säule 3a strategisch für Steuer und Vorsorgeplanung.
  • Für genaue Schwellenwerte, Beitragssätze und Säule 3a Limiten konsultier stets amtliche Bundes und Kantonsquellen.

Quellen

  1. Federal Social Insurance Office (FSIO/BSV) – https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home.html
  2. ch.ch  – official information on AHV/AVS and social security – https://www.ch.ch/de/ahv-avs/
  3. Federal Office for Social Security – LPP/BVG information – https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/bvg.html
  4. Federal Tax Administration (ESTV) – pillar 3a contribution limits – https://www.estv.admin.ch/estv/de/home.html
  5. Federal Office of Public Health (FOPH/BAG) – health insurance (KVG/LaMal) – https://www.bag.admin.ch/bag/de/home.html

Kurz erklärt (FAQ)

Wie interagieren Krankenversicherung und Rentensystem in der Schweiz?

Die Krankenversicherung, Grundversicherung KVG/LaMal und allfällige Zusatzdeckungen, ist vom Rentensystem getrennt.

Sie stehen hauptsächlich dort in Verbindung, wo medizinische Behandlung, Rehabilitation oder Langzeitpflege die Erwerbsfähigkeit einer Person beeinflussen.

Invaliditätsabklärungen durch IV/AI und Leistungen der Pensionskassen, LPP/BVG, werden mit Kranken und Unfallversicherern koordiniert, um Leistungen und Rehabilitationsmassnahmen festzulegen.

Deckt meine AHV/AVS Rente alle meine Ausgaben im Ruhestand?

Nein. AHV/AVS ist dafür vorgesehen, Grundbedürfnisse zu decken. Um deinen vorpensionierten Lebensstandard zu halten, sollen die zweite Säule, LPP/BVG, und private Ersparnisse, Säule 3, das Einkommen ergänzen.

Prüfe deine projizierte Ersatzrate bei deiner Pensionskasse und zieh Säule 3a in Betracht, um Lücken zu schliessen.

Kann ich Säule 3a Guthaben für medizinische Behandlung verwenden?

In der Regel sind Säule 3a Mittel auf vorsorgebezogene Verwendungen beschränkt, etwa Rentenbeginn, Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder dauerhafte Wegzüglung aus der Schweiz.

Sie sind nicht für routinemässige medizinische Kosten vorgesehen. Prüfe Ausnahmeregelungen beim Eidgenössischen Steueramt, ESTV.

Wer zahlt, wenn ich invalid werde?

Invalideneinkommen kann aus IV/AI, staatlicher Invalidenversicherung, LPP/BVG, beruflichen Invalidenleistungen, falls du über eine Pensionskasse versichert bist, und gegebenenfalls privaten Invaliditäts oder Taggeldversicherungen stammen.

Grundversicherung und Unfallversicherung übernehmen Behandlung und Rehabilitation, was die Wiedereingliederung und damit die Rentenauszahlung beeinflussen kann.

Beeinflusst ein Jobwechsel meine Pensionsguthaben?

Ja. Wenn du einen Arbeitgeber verlässt, werden deine angesparten Leistungen in der zweiten Säule als Freizügigkeitsleistung ausgewiesen.

Diese kannst du in die Pensionskasse des neuen Arbeitgebers oder auf ein Freizügigkeitskonto oder in eine Freizügigkeitsstiftung übertragen. Prüfe die Optionen genau, um Leistungseinbussen zu vermeiden.

HINWEIS: Kläre Zeitpunkte und steuerliche Auswirkungen mit der empfangenden Institution oder einer Treuhandstelle.

Wie hängt die Unfallversicherung, LAA/UVG, mit Renten zusammen?

Die obligatorische Unfallversicherung deckt medizinische Kosten und Einkommensersatz nach Arbeitsunfällen; dauerhafte Invalidität infolge eines Unfalls kann berufliche und staatliche Invalidenleistungen auslösen.

Die Unfallversicherung ergänzt damit den Vorsorgeschutz während Verletzungs und Rehabilitationsperioden.

Die Deckung variiert je nach Beschäftigungsstatus und Arbeitszeit, prüfe die Details für deine persönliche Situation.