
Alle in der Schweiz lebenden und arbeitenden Personen müssen eine Grundversicherung (LAMal/KVG) haben. Die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen sind bei allen Versicherern gleich, doch jeder Anbieter stellt verschiedene Grundmodelle bereit, die den ersten Anlaufpunkt für die Versorgung ändern und so deine Prämie beeinflussen können. Das Wissen um die fünf Hauptmodelle hilft dir, Zugang, Kontinuität und Kosten für deine Situation auszubalancieren.
Alle fünf Modelle bieten dieselben gesetzlichen Leistungen.
Sie unterscheiden sich darin, wer dein erster Anlaufpunkt ist, und in den typischen Prämienermässigungen.
Deine Wahl beeinflusst Bequemlichkeit, Kontinuität der Versorgung und monatliche Kosten.
Die Hauptmodelle sind: Standard, Hausarzt, HMO, Multimed (Multi Access) und Telmed.
Was es ist: Du kannst jeden anerkannten Arzt oder Spezialisten direkt konsultieren, ohne vorgängige Triage oder Überweisung.
Vorteile:
Nachteile:
Am besten geeignet für: Personen, die uneingeschränkten Zugang zu Spezialisten wünschen, häufig innerhalb der Schweiz unterwegs sind oder komplexe, multispezialistische Behandlungsbedürfnisse haben.
Was es ist: Du meldest einen Hausarzt als deinen üblichen ersten Ansprechpartner an. Der Hausarzt koordiniert Überweisungen an Spezialisten oder Spitäler. Viele Pläne erlauben weiterhin direkten Zugang zu bestimmten Spezialisten, zum Beispiel Gynäkologen oder Augenärzten, sowie Notfallbehandlungen.
Vorteile:
Nachteile:
Am besten geeignet für: Familien und Leute, die Wert auf eine dauerhafte Beziehung zu einem Hausarzt legen und moderate Prämieneinsparungen wünschen.
Was es ist: Du meldest dich bei einem HMO‑Netzwerk oder einer Gruppenpraxis an, die als erster Ansprechpartner fungiert und die Versorgung koordiniert. HMOs arbeiten häufig mit integrierten Teams und internen Spezialisten.
Vorteile:
Nachteile:
Am besten geeignet für: Personen, die tiefere Prämien und koordinierte, netzwerkbasierte Versorgung priorisieren.
Was es ist: Ein Hybridmodell, bei dem dein erster Anlaufpunkt eine designierte Multimed‑Praxis, ein Telemedizinzentrum oder eine Partner‑App sein kann. Es kombiniert digitale Triage mit einem partnerbasierten Präsenznetz.
Vorteile:
Nachteile:
Am besten geeignet für: Personen, die erhebliche Prämienersparnisse und eine Mischung aus digitaler und lokaler Präsenzversorgung wünschen.
Hinweis: Spezifische Produkteigenschaften wie niedrigere vertragliche Selbstbehalt‑Obergrenzen oder reduzierte maximale Kostenbeteiligungen sind produktabhängig — prüfe die Bedingungen des Versicherers.
Was es ist: Bei nicht dringenden Problemen ist dein erster Kontakt ein Telemedizin‑Dienst per Telefon, Video oder Symptom‑Checker‑App.
Nach einer Ferntriage erhältst du medizinische Beratung, einen empfohlenen Zeitrahmen für die Versorgung und, falls nötig, eine Überweisung an einen Hausarzt, Spezialisten oder die Notaufnahme.
Viele Telmed‑Pläne erlauben weiterhin direkten Zugang zu bestimmten Spezialisten, zum Beispiel Gynäkologen oder Augenärzten, und Notfallbesuche sind stets erlaubt.
Zahnärzte sind normalerweise nicht Teil der standardmässigen Grunddeckung, ausser bei Zahnunfällen oder spezifischen Kiefer‑ und Kaubehandlungen — routinemässige zahnärztliche Leistungen benötigen üblicherweise eine Zusatzversicherung.
Hinweis: Die genaue Liste der Spezialisten mit Direktzugang kann je nach Versicherer und Produkt variieren, bestätige dies beim Versicherer.
Vorteile:
Nachteile:
Am besten geeignet für: Personen, die mit digitaler Versorgung vertraut sind, selten komplexe Bedürfnisse haben und Einsparungen sowie schnelle Triage wünschen.
Praktische Wege, wie Telmed Modelle Kosten reduzieren: Prämienrabatte: Versicherer bieten häufig eine tiefere Monatsprämie, weil die Ferntriage unnötige Präsenzkonsultationen reduziert, die beworbenen Prozentangaben sind Schätzungen und variieren je nach Versicherer und Kanton.
Weniger Präsenzbesuche: Die Triage filtert selbstlimitierende Probleme, etwa Erkältungen, und vermeidet Arztbesuche, die Kosten verursachen würden.
Gezielte Überweisungen: Telemedizin leitet Patienten an die richtige Versorgungsebene, wodurch Doppeluntersuchungen und unangemessene Spezialistenkonsultationen reduziert werden.
Kostenbewusste Verschreibungen: Telemedizin Protokolle bevorzugen oft wirkungsvolle Generika und standardisierte Behandlungswege.
Administrative Einsparungen: Digitale Terminbuchung, elektronische Behandlungsdokumentation und digitale Abrechnung verringern Administrationsaufwand und Verschwendung.
Beispiel: Telmed Modelle werben häufig mit einem doppelten Vorteil, einer niedrigeren Monatsprämie plus weniger vermeidbaren Besuchen.
Die genauen Einsparungen hängen von Kanton, Versicherer, Franchise und deinem persönlichen Nutzungsverhalten ab.
Frag dich: Wie oft besuche ich pro Jahr Ärztinnen und Ärzte? Wenn du häufige Nutzung erwartest, überlege Hausarzt, HMO oder Multimed für koordinierte Versorgung, bei seltener Nutzung könnten Telmed oder das Standardmodell mit höherer Franchise passen.
Brauche ich direkten Zugang zu Spezialisten? Falls ja, ist das Standardmodell vorzuziehen; Telmed, Hausarzt und HMO verlangen in der Regel für die meisten Spezialisten Überweisungen, Ausnahmen sind möglich.
Möchte ich einen persönlichen Hausarzt, der meine Vorgeschichte kennt? Wähle Hausarzt oder einen lokalen HMO Praktiker.
Bist du mit Telemedizin einverstanden? Telmed oder Multimed kombinieren Bequemlichkeit und Einsparungen.
Wo wohnst du? Manche Modelle und Netzwerke sind kantonal oder regional begrenzt.
Hast du chronische Erkrankungen, die persönliche Nachsorge brauchen? Vergewissere dich, dass das Modell lokale Hausarzt Zusammenarbeit und angemessene Kontinuität unterstützt.
Erhöhe deine Franchise, eine höhere Franchise reduziert die Monatsprämien, wähle ein Niveau, das du in einem schlechten Jahr tragen könntest. Schliesse die Unfalldeckung aus der Grundversicherung aus, wenn dein Arbeitgeber dich bereits für Berufs und Nichtberufsunfälle versichert, das gilt wenn du mindestens 8 Stunden pro Woche arbeitest; das kann die Prämie senken, oft zitierte Einsparungen um circa 7 %, hängt jedoch von Versicherer und Kanton ab, prüfe die genaue Prozentangabe beim Versicherer.
Prüfe kantonale Prämienverbilligungen, wenn das Haushaltseinkommen unter bestimmten Schwellen liegt. Zahle die Jahresprämie im Voraus, einige Versicherer gewähren einen kleinen Rabatt. Ziehe HMO oder Multimed in Betracht, wenn du mit höheren medizinischen Ausgaben rechnest, einige alternative Modelle enthalten vertragliche Regelungen, die bestimmte Maximalbeträge der Selbstbeteiligung reduzieren, produktabhängig — prüfe die Details.
Vergleiche Anbieter: Dasselbe Modell und dieselbe Franchise können bei verschiedenen Versicherern und in verschiedenen Kantonen unterschiedlich viel kosten, nutze ein unabhängiges Vergleichstool für reale Offerten.
Wechsel des Versicherers: Eine verbreitete Kündigungsfrist für die Grundversicherung ist Ende November für einen Wechsel mit Wirksamkeit per 1. Januar. Ausnahmen und abweichende Fristen können für Modellwechsel oder Sonderfälle gelten, bestätige stets die genauen Fristen beim Versicherer, manche Policen oder spezielle Fälle erlauben einen Wechsel während des Jahres.
Wechsel des Modells beim gleichen Versicherer: Das geht oft schneller und kann andere Kündigungsfristen haben, frage deinen Versicherer nach den genauen Regeln und Wirksamkeitsdaten.
Praktische Schritte:
miavita ist ein unabhängiger digitaler Versicherungsmakler, kein Versicherer. Es bietet Online Tools, um Grundversicherungsmodelle und Anbieter zu vergleichen und kann die administrativen Schritte beim Wechsel vereinfachen.
Aussagen, dass miavita spezifische Technologien wie \"KI gestützte Insights\" nutzt, sollten auf miavitas offizieller Website oder in der Produktdokumentation verifiziert werden, bevor sie als Fakt präsentiert werden; Makler verwenden oft Algorithmen oder digitale Werkzeuge, aber die Produktfunktionen unterscheiden sich.
Digitale Makler Tools, inkl. miavita und anderer Vergleichsplattformen, können Nebeneinander Simulationen und die Einreichung von Dokumenten beschleunigen. Prüfe immer die Dienstleistungen, den Umgang mit Daten und allfällige Gebühren oder Provisionen des Maklers, bevor du dich verpflichtest.
Alle Grundversicherungsmodelle in der Schweiz bieten dieselben gesetzlichen LAMal/KVG Leistungen. Die praktischen Unterschiede betreffen den Zugangsweg und den Preis.
Das Standardmodell bietet vollständige Freiheit, jedoch meist keinen Rabatt. Hausarzt und HMO Modelle bieten Kontinuität und Netzwerkvorteile mit soliden Rabatten. Multimed bietet hybriden digitalen und Präsenzzugang und wettbewerbsfähige Preise.
Telmed bietet digital first Versorgung, schnelle Triage und konstante Prämienersparnisse für Personen, die mit Fernkonsultationen zurechtkommen. Kombiniere deine Modellwahl mit einer sinnvollen Franchise und weiteren Massnahmen, wie Unfall Ausschluss wenn zutreffend, Jahreszahlung oder kantonale Verbilligungen, um sowohl Kosten als auch Leistung zu optimieren.
Ein anonymisiertes Beispiel: Eine 34-jährige Zürcherin, die selten einen Hausarzt aufsuchte, verglich ein Standardmodell Angebot mit einem Telmed Angebot bei gleicher Franchise.
Das Telmed Angebot zeigte eine spürbare Prämienreduktion, häufig um circa 10 %, und die Bewohnerin entschied sich für Telmed, da sie mit Videokonsultationen vertraut war und schnellere Triage wünschte.
Sie behielt eine moderate Franchise und klärte vor dem Wechsel, wie Überweisungen und die lokale Hausarzt Zusammenarbeit funktionierten.
Ergebnisse variieren je nach Kanton, Versicherer und individuellem Nutzungsverhalten; dieses Beispiel illustriert den Entscheidungsprozess, nicht ein garantiertes Ergebnis. Nutze dies als Prozessbeispiel, nicht als Garantie, hol personalisierte Offerten ein.
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