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Leitfaden für den Umzug in die Schweiz und worauf man in Bezug auf Versicherungen und Altersvorsorge achten sollte

miavita team
21.01.2026

Ein Umzug in die Schweiz bringt neue Möglichkeiten, aber auch einige wichtige formelle Schritte mit sich. Dieser Leitfaden erklärt die zentralen Versicherungs- und Vorsorgethemen, die Neuankommende, angehende Rentnerinnen und Hauseigentümerinnen regeln sollten: die obligatorische Krankenversicherung, LAMal, KVG, Unfallversicherung, das Drei-Säulen-System AHV, BVG und Säule 3a, weitere relevante Versicherungen sowie eine praktische Checkliste, damit du gesetzliche Fristen einhältst und schnell organisiert bist.

Kurze Zusammenfassung (was zuerst zu tun ist)

  • Melde dich so bald wie möglich bei deiner kommunalen Einwohnerkontrolle an, viele gesetzliche Fristen beginnen ab dem Anmeldedatum.
  • Schliesse die obligatorische schweizerische Krankenversicherung, LAMal, KVG, innerhalb von drei Monaten nach Wohnsitznahme ab. Informiere Arbeitgeber, Bank und Pensionskasse über deine neue Adresse.
  • Bestätige die Deckung durch die berufliche Unfallversicherung und ziehe Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung in Betracht.
  • Wenn du bereits Freizügigkeitsguthaben hast oder kurz vor der Pensionierung stehst, prüfe die Regeln der 1., 2. und 3. Säule und ob du ein Freizügigkeitskonto oder eine Säule 3a-Lösung brauchst.
Tipp: prüfe die aktuellen numerischen Schwellenwerte und Limits, Pensionsbeitragsobergrenzen und BVG-Einstiegsgrenze, für das Jahr deines Umzugs.

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Krankenversicherung — obligatorisch und wie sie funktioniert

Die Grundversicherung, LAMal, KVG, ist für alle rechtmässig in der Schweiz wohnhaften Personen obligatorisch und muss innerhalb von drei Monaten nach Wohnsitzanmeldung oder Geburt abgeschlossen werden.

Was die Grunddeckung umfasst

Ambulante Arztbesuche, medizinisch verschriebene Medikamente gemäss Spezialitätenliste, Schwangerschafts- und Wöchnerinnenversorgung, stationäre Grundversorgung in Allgemeinabteilung in der Schweiz, einige Hilfsmittel und grundlegende Rehabilitation. Die Leistungen sind gesetzlich vorgeschrieben, Unterschiede zwischen Anbieterinnen und Anbietern zeigen sich bei Prämien, Franchise, Service und freiwilligen Behandlungsmodellen.

Prämien und Franchise

Die Prämien hängen vor allem vom Kanton, dem Wohnort, der Altersgruppe und der gewählten Franchise ab. Für Erwachsene beträgt die gesetzliche Mindestfranchise CHF 300, gängige Optionen für Erwachsene sind CHF 300, 500, 1'000, 1'500, 2'000 und 2'500. Eine höhere Franchise reduziert die monatliche Prämie, führt jedoch zu höheren Selbstkosten bei Leistungsbezug. Für Kinder gelten andere, meist tiefere Franchise-Optionen.

Kündigungsfristen und Änderungen

Änderungen der Franchise oder des Modells, die ab dem 1. Januar wirksam werden sollen, müssen in der Regel schriftlich bis Ende des Kalenderjahres beim Versicherer gemeldet werden. Fristen und der letzte Arbeitstag können zwischen Versicherern variieren. Die Kündigung der Grundversicherung zum Wechsel des Anbieters unterliegt gesetzlich geregelten Fristen, üblicherweise muss die Kündigung bis Ende November beim Versicherer eingegangen sein, damit sie am 1. Januar wirksam wird.

Tipp: bestätige genaue Fristen und allfällige Sonderkündigungsrechte, zum Beispiel nach Wohnsitzwechsel oder Prämienerhöhung, bei deinem Versicherer oder Kanton, die Praxis variiert.

Alternative Modelle

Um Prämien zu senken, kannst du Modelle wie HMO, Hausarztmodell, Familienarztmodell, Telemedizin/Telmed oder Apotheker-first Optionen in Betracht ziehen. Solche Modelle verlangen in der Regel eine definierte erste Anlaufstelle für nicht dringliche Behandlungen im Austausch gegen tiefere Prämien.

Unfallversicherung

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für Berufsunfälle versichern; für Nichtberufsunfälle sind Mitarbeitende versichert, die mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeiten. Wenn du nicht über den Arbeitgeber gegen Nichtberufsunfälle versichert bist, zum Beispiel bei weniger als 8 Stunden pro Woche oder bei Selbständigkeit, ist der Nichtberufsunfallschutz oft standardmässig in der Grundversicherung enthalten.

Zusatzversicherungen

Diese sind freiwillig und werden als private Verträge angeboten. Zusatzversicherungen können halbprivate oder private Spitalabteilungen, zusätzliche ambulante Leistungen, Zahnzusatzversicherungen oder erweiterte internationale Deckungen umfassen. Da es sich um Privatverträge handelt, können Versicherer Gesundheitsangaben verlangen, Wartefristen festlegen oder Vorerkrankungen ausschliessen.

Reisen und Aufenthalt im Ausland

Innerhalb von EU, EFTA und UK ist Notfallversorgung in der Regel bis zur Höhe gedeckt, die das besuchte Land für seine eigenen Versicherten bezahlt, auf Vorweisung der entsprechenden Angaben auf deiner Karte oder EHIC-Informationen. Ausserhalb von EU, EFTA und UK ist die Grunddeckung eingeschränkter, und die Absicherung für längere oder geplante Behandlungen im Ausland ist häufig unzureichend, eine Reise- oder erweiterte internationale Krankenversicherung kann empfohlen werden.

Wechsel des Versicherers und Einsparungen

Vergleiche Offerten kantonal, erwäge eine höhere Franchise und prüfe alternative Modelle, um Prämien zu senken. Kantone bieten Prämienverbilligungsprogramme für einkommensberechtigte Personen an; informiere dich beim Kanton.

Tipp: die genauen Einsparungen variieren je nach Anbieter und Jahr, nutze aktuelle Vergleichstools.

Pension und Altersvorsorge — die drei Säulen und Umzug in oder aus der Schweiz

Das schweizerische Vorsorgesystem basiert auf drei Säulen:

  • 1. Säule (AHV/AVS): Staatliche Alters- und Hinterlassenenversicherung, finanziert durch Beiträge von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Selbständigen, sie sichert eine Grundrente.
  • 2. Säule (BVG/LPP): Berufliche Vorsorge, obligatorisch für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem Einkommen oberhalb einer gesetzlichen Schwelle. Die BVG-Einstiegsgrenze liegt bei rund CHF 21'150 pro Jahr.
    Tipp: prüfe die aktuelle Grenze für dein Umzugsjahr.
  • 3. Säule: Private Vorsorge. Säule 3a ist steuerlich begünstigt mit einem jährlichen Maximalbetrag, der periodisch angepasst wird.
    Tipp: verifiziere den aktuellen jährlichen Höchstbetrag für das relevante Steuerjahr; ein Beispiel Mitte 2024 für Angestellte mit beruflicher Vorsorge lag bei CHF 7'056.

Wenn du in die Schweiz ziehst und Wohnsitz begründest, unterliegst du normalerweise der AHV-Beitragspflicht und, wenn dein Lohn die BVG-Grenze übersteigt, dem Beitritt zu einer BVG-Pensionskasse. Wenn du bereits pensioniert bist und in die Schweiz ziehst, kontaktiere AHV/AVS und allfällige schweizerische Pensionskassen, um Ansprüche zu klären. AHV-Renten sind oft exportierbar, aber Exportregeln und steuerliche Behandlung hängen vom Zielland ab.

Verlassen der Schweiz oder Stellenwechsel

Beim Austritt aus einer beruflichen Vorsorge, zum Beispiel bei Jobwechsel, werden 2.-Säulen-Guthaben in der Regel auf ein Freizügigkeitskonto übertragen oder in eine neue Pensionskasse transferiert. Auszahlungsregeln und Transferoptionen hängen von Wohnsitz, Staatsangehörigkeit und Zielland ab.

Tipp: kläre den genauen Ablauf und steuerliche Folgen mit deiner Pensionskasse.

Steuern und Timing

Überlege, ob sich eine Maximierung der Säule-3a-Beiträge während deines Wohnsitzes steuerlich lohnt, bevor du in ein anderes Steuerdomizil wechselst. Wenn AHV- und BVG-Leistungen nicht ausreichen, können ergänzende Leistungen kantonal beantragt werden, informiere dich beim Kanton.

Weitere Versicherungen bei einem Umzug

Privathaftpflichtversicherung wird dringend empfohlen und wird von Vermietenden oft verlangt, sie deckt Schäden ab, die du Dritten zufügst, und ist im Verhältnis zu möglichen Schadenersatzforderungen meist kostengünstig.

Hausratversicherung schützt gegen Diebstahl, Feuer und Wasserschäden; Eigentümerinnen und Eigentümer sollten zudem die Gebäudeversicherungspflichten prüfen, Hypothekargeber verlangen in der Regel ausreichenden Gebäudeversicherungsumfang.

Rechtsschutzversicherung kann bei Arbeits-, Miet- oder Konsumentinnenstreitigkeiten nützlich sein.

Wenn du ein Auto mitbringst, melde es lokal an und schliesse die obligatorische Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung ab; Teil- oder Vollkasko sind optional.

Langzeitpflege und Invalidität

Die Grundversicherung und die Sozialversicherung decken Teile des Pflegebedarfs, aber Langzeitpflege kann hohe Kosten verursachen. Wenn du erhöhte Leistungen für Pflegeheimaufenthalte oder erweiterte Langzeitpflege wünschst, prüfe Zusatzprodukte oder private Lösungen.

Grenzgänger (Frontaliers)

Grenzgängerinnen und Grenzgänger, die in einem EU- oder EFTA-Staat wohnen und in der Schweiz arbeiten, unterliegen in der Regel der schweizerischen Sozialversicherung ab dem ersten Arbeitstag. Unter bestimmten bilateralen Regeln, zum Beispiel mit Frankreich, Deutschland oder Italien, kann jedoch ein Wahlrecht bestehen, das es erlaubt, im Wohnsitzstaat versichert zu bleiben. Bedingungen und Fristen sind zu beachten. Du musst deine Wahl innerhalb der geltenden Frist anmelden; Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und kantonale Behörden beraten meist dazu. Die sozialversicherungsrechtliche Koordination beeinflusst Unfallversicherung, Pensionsbeiträge und steuerliche Behandlung, prüfe die für deine Grenzregion und deinen Arbeitgeber geltenden Regeln.

Praktische Umzugs-Checkliste — Versicherungs- und Vorsorge-Essentials

Vor der Anreise:
Recherchiere typische LAMal-Prämien für den angestrebten Kanton und prüfe, ob dein Arbeitgeber Unfallversicherung und berufliche Vorsorge bereitstellt.

Erste Tage nach Ankunft:
Melde dich bei der Gemeinde an, das startet die Dreimonatsfrist für LAMal. Beginne die Krankenversicherungsanmeldung innerhalb dieser drei Monate.

Innerhalb des ersten Monats:
Wähle eine Franchise und ein Behandlungsmodell, um Prämien zu schätzen. Eröffne ein Schweizer Bankkonto für Prämien- und Vorsorgezahlungen.

Innerhalb von drei Monaten:
Schliesse die Grundversicherung (LAMal/KVG) ab und bestätige die Unfalldeckung. Informiere Arbeitgeber und Pensionskasse und verlange Details zur 2. Säule und zu allfälligen Freizügigkeitstransfers.

Vor Jahresende:
Wenn du die Franchise oder das Modell per 1. Januar ändern möchtest, reiche die Anträge rechtzeitig ein. Beim Wechsel der Grundversicherung beachte Kündigungsfristen, typischerweise Ende November.

Bei Pensionierung:
Kontaktiere AHV/AVS und Pensionskassen, um Ansprüche, Transferoptionen und Zeitpunkte zu klären. Ziehe eine letzte Einzahlung in die Säule 3a in Betracht, falls dies vor einem Wohnsitzwechsel steuerlich vorteilhaft ist.

Tipp: bestätige den genauen Säule-3a-Grenzwert und die Steuerregeln für das betreffende Steuerjahr.

Typische Fragen von Neuankommenden

Was passiert, wenn ich die Krankenversicherung nicht innerhalb von drei Monaten abschliesse?
Der Kanton oder die Gemeinde kann dich registrieren und rückwirkend Prämien mit Zinsen verlangen.

Kann mir eine Zusatzversicherung verweigert werden?
Ja. Zusatzversicherungen sind Privatverträge und unterliegen Gesundheitsprüfungen.

Wie kann ich Prämien senken?
Vergleiche Anbieter kantonal, erhöhe deine Franchise, wähle alternative Modelle und prüfe Prämienverbilligungen.

Ich bin pensioniert — brauche ich trotzdem LAMal?
Wenn du in der Schweiz wohnst, ja. Bei Wegzug hängt es vom Zielland ab.

Was passiert mit meiner beruflichen Vorsorge bei Wegzug?
2.-Säulen-Guthaben werden meist auf ein Freizügigkeitskonto übertragen oder unter bestimmten Bedingungen ausbezahlt.

Wo du Hilfe findest und nächste Schritte

Vergleiche Angebote mehrerer Versichererinnen und Versicherer. Nutze offizielle Quellen wie AHV/AVS, BAG und kantonale Stellen sowie unabhängige Vergleichstools. Bei Pensionsfragen sprich mit Arbeitgeber, Pensionskasse und der kantonalen AHV-Stelle. Unabhängige Brokerinnen und digitale Plattformen können helfen — kläre Gebühren und Unabhängigkeit vorab.

miavita — wie sie helfen können

miavita ist ein unabhängiger digitaler Versicherungsmakler, kein Versicherer. Sie bieten Online-Vergleichstools und Beratungen für Grund- und Zusatzversicherungen, Franchiseoptionen und kantonale Prämien.

Tipp: prüfe Service-Modell, Gebührenpolitik, Unabhängigkeit und Provisionsvereinbarungen, bevor du den Service nutzt.

Abschliessende Checkliste

Melde dich bei der Gemeinde an. Schliesse die LAMal innerhalb von drei Monaten ab. Bestätige den Unfallschutz. Wähle Franchise und Modell. Prüfe BVG/LPP und plane Säule-3a-Einzahlungen. Schliesse Privathaftpflicht- und Hausratversicherung ab. Kläre Gebäudeversicherung bei Immobilien. Bewahre wichtige Dokumente auf.

Fazit

Ein Umzug in die Schweiz erfordert zügiges Handeln bezüglich Krankenversicherung und ein solides Grundverständnis des Vorsorgesystems. Eine durchdachte Säule-3a-Strategie, Klarheit über Freizügigkeitsverfahren und die Nutzung offizieller Quellen helfen, langfristige Sicherheit aufzubauen.

Tipp: überprüfe Schwellenwerte und Fristen jedes Jahr bei den zuständigen Behörden oder Versicherern.

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Fallstudie

Ein anonymes Expat Paar, das nach Zürich zieht: Anna, EU Bürgerin, nahm eine Stelle in Zürich an und meldete sich innerhalb weniger Tage bei der Einwohnerkontrolle an. Sie regelte die LAMal innerhalb der Dreimonatsfrist, wählte ein HMO Modell mit einer Franchise von CHF 1'000, da sie nur wenige ambulante Bedürfnisse erwartete, und bestätigte, dass die Unfallversicherung des Arbeitgebers sie deckte. Ihr Partner arbeitete freiberuflich, schloss den Unfallschutz über die LAMal ab und eröffnete ein Freizügigkeitskonto für vorherige 2. Säule Guthaben. Vor Jahresende tätigten sie eine Säule 3a Einzahlung, um von einem Steuerabzug zu profitieren. Sie nutzten kantonale Vergleichsinstrumente und eine unabhängige Broker Plattform, um Prämien zu vergleichen, und lasen die Versicherungsbedingungen sorgfältig, bevor sie eine Zahnzusatzversicherung mit Wartezeiten wählten.

Vergleichstabelle

Option Vorteile Nachteile
Basis LAMal, Franchise CHF 300 Geringere Eigenkosten bei häufiger Inanspruchnahme, geeignet für Personen mit regelmässigem medizinischem Bedarf. Höhere monatliche Prämien im Vergleich zu höheren Franchisen.
Basis LAMal, Franchise CHF 2'500 Deutlich tiefere monatliche Prämien, nützlich, wenn du wenige medizinische Leistungen erwartest. Höhere Eigenkosten bei Bedarf, nicht geeignet bei chronischen Erkrankungen.
Zusatzspitalversicherung (halbprivat, privat) Zugang zu privaten oder halbprivaten Spitalabteilungen und Arztwahl, kann zusätzliche Leistungen bieten. Höhere Prämien, medizinische Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten möglich, gehört nicht zu den gesetzlichen Grundleistungen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Melde dich bei der Gemeinde sofort nach der Ankunft an, viele Fristen inklusive LAMal beginnen ab diesem Datum.
  • Du musst die Grundversicherung (LAMal) innerhalb von drei Monaten nach Wohnsitznahme abschliessen; vergleiche Prämien und Modelle kantonsweise.
  • Verstehe die drei Säulen (AHV, BVG und Säule 3a) und wie Zu- oder Wegzug Beiträge und Freizügigkeitsguthaben beeinflusst.
  • Privathaftpflicht- und Hausratversicherung werden dringend empfohlen und sind im Verhältnis zu möglichen Schäden oft kostengünstig.
  • Nutze offizielle Quellen und unabhängige Vergleichstools und prüfe Fristen, wenn du Franchise oder Versicherer wechseln möchtest. Tipp: überprüfe die numerischen Schwellenwerte wie BVG-Einstiegsniveau und Säule-3a-Limiten für das aktuelle Jahr.

Kurz erklärt (FAQ)

Wie lange habe ich Zeit, nach dem Umzug die schweizerische Grundversicherung abzuschliessen?
Du musst die LAMal, KVG, Grundversicherung innerhalb von drei Monaten nach Anmeldung deines Wohnsitzes oder nach der Geburt in der Schweiz abschliessen. Wenn du die Frist versäumst, kann der Kanton dich registrieren und rückwirkend Prämien mit Zinsen verlangen.
Welche Franchise-Optionen sind üblich und wie wirken sie sich auf die Prämien aus?
Gängige Erwachsenen Franchisen sind CHF 300, 500, 1'000, 1'500, 2'000 und 2'500. Eine höhere Franchise senkt die monatliche Prämie, erhöht jedoch die Eigenkosten bei Inanspruchnahme von Leistungen. Wähle eine Franchise, die deinen voraussichtlichen jährlichen Gesundheitsbedarf und deine Liquidität ausbalanciert.
Muss ich die schweizerische Krankenversicherung behalten, wenn ich pensioniert bin und ins Ausland ziehe?
Wenn du nicht mehr in der Schweiz wohnhaft bist, endet in der Regel die Pflicht zur LAMal. Ob du Leistungen exportieren kannst oder ob eine weitere Versicherungspflicht besteht, hängt vom neuen Wohnsitzland und bilateralen Regelungen ab. Kontaktiere deine Versicherung und AHV, AVS für länderspezifische Hinweise. Tipp, kläre Exportierbarkeit und steuerliche Folgen für dein Zielland.
Was passiert mit meiner beruflichen Vorsorge (BVG), wenn ich die Schweiz verlasse?
Beim Austritt aus einer Pensionskasse werden deine 2. Säulen Guthaben in der Regel auf ein Freizügigkeitskonto in der Schweiz übertragen oder in bestimmten Fällen ausbezahlt, abhängig von deinem Ziel und Aufenthaltsstatus. Die Regeln sind für EU und EFTA Angehörige teilweise anders, kläre die genauen Abläufe mit deiner Pensionskasse.
Kann Zusatzkrankenversicherung verweigert werden?
Ja. Zusatzversicherungen sind private Verträge, Versicherer können Gesundheitsangaben verlangen, Wartefristen einführen oder Vorerkrankungen ausschliessen. Die Grundversicherung LAMal darf rechtmässigen Einwohnerinnen und Einwohnern nicht aus Gesundheitsgründen verweigert werden.
Wo finde ich offizielle Informationen zu Prämienverbilligung oder sozialer Unterstützung?
Offizielle kantonale Stellen und das Bundesportal ch.ch bieten Informationen zu Prämienverbilligungsprogrammen und sozialer Unterstützung. Für Rentenfragen konsultierst du AHV, AVS; für Krankenversicherungsfragen das Bundesamt für Gesundheit, BAG, und die kantonalen Gesundheitsbehörden.