
Kurz beantwortet: Eine Cyberversicherung für Privatpersonen kostet 2026 bei Zurich ab CHF 39 und bei Allianz ab CHF 41.90 pro Jahr. Sie ersetzt Geld nach Phishing, Kartenmissbrauch und Betrug beim Onlinekauf, bezahlt die Datenwiederherstellung und Anwaltskosten bei Cybermobbing. 2025 gingen beim Bundesamt für Cybersicherheit knapp 65’000 Meldungen ein, 90 Prozent davon aus der Bevölkerung. Banken und Kartenanbieter schliessen die Haftung bei Phishing in ihren Verträgen oft aus. Prüfen Sie zuerst, was Hausrat, Rechtsschutz und Kreditkarte schon decken; die verbleibende Lücke schliesst die Cyberversicherung.
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Dieser Ratgeber beantwortet fünf Fragen von Privatpersonen: Was deckt eine Cyberversicherung? Was ist schon versichert? Was kostet sie 2026 und 2027? Wann lohnt sie sich? Was tun Sie nach einem Vorfall? Die Grundlagen zu Rechtsschutz und Internetrechtsschutz finden Sie im Ratgeber Cyberversicherung und Internetrechtsschutz; hier geht es um die konkreten Produkte und Zahlen.
Eine Cyberversicherung für Private deckt drei Dinge: den finanziellen Schaden, die technische Hilfe und die rechtliche Hilfe. Die Schweizer Anbieter schneiden ihre Produkte unterschiedlich. Zurich und AXA verkaufen einzelne Bausteine, Generali ein Paket, Mobiliar eine eigenständige Police oder einen Zusatz zur Hausrat. Helvetia und Vaudoise bieten die Cyberdeckung als Zusatz zur Hausratversicherung an.
| Vorfall | Was die Cyberversicherung leistet | Beispiele aus den Produktseiten 2026 |
|---|---|---|
| Phishing, gehacktes E-Banking | Ersatz des Vermögensschadens bis zur Versicherungssumme, abzüglich eines allfälligen Selbstbehalts | Helvetia Cyber-Zusatz Hausrat: durch Phishing gestohlene Bankdaten; AXA: Modul «Onlinekonten & Kreditkarten» |
| Kreditkarten- und Kontomissbrauch | Ersatz des Schadens, Kosten für Kartensperre und Ersatzkarte | Allianz: Kontoschutz; Zurich «Cyber – Safe Shop & Pay»: Versicherungssumme CHF 10’000 bis CHF 50’000 |
| Onlinekauf: Ware nicht oder falsch geliefert | Ersatz des finanziellen Schadens bei bezahlter, aber nicht oder falsch gelieferter Ware | Zurich «Safe Shop & Pay»; AXA: Modul «Onlineshopping», Vermögensschäden aus unzuverlässigen Onlineshops; Allianz: Kaufschutz |
| Identitätsdiebstahl | Rechtshilfe, Löschung, Wiederherstellung der Identität | Generali: Paket mit Identitätsdiebstahl; Mobiliar: Persönlichkeitsrecht |
| Datenverlust, Virus, Ransomware | Entfernung der Schadsoftware, Neuaufsetzen, Wiederherstellung aus dem Backup | Zurich «Cyber – Safe Surf»: CHF 3’000, zwei Ereignisse pro Kalenderjahr; AXA: CHF 3’000 pro Fall und Jahr |
| Cybermobbing, Rufschädigung | Anwaltskosten, Löschung von Inhalten, teils psychologische Unterstützung | Allianz: Rechtsschutz im Internet; Helvetia: Cyber-Rechtsschutz |
| Urheberrecht, Streit mit Onlinehändlern | Rechtsschutz mit Anwältin oder Anwalt | AXA: Modul «Onlinemobbing & Urheberrechte» mit AXA-ARAG; Mobiliar: Urheberrecht |
Zwei Ausschlüsse nennen die Produktseiten ausdrücklich: Bei Mobiliar und Allianz ist das beschädigte Gerät selbst nicht gedeckt; dafür ist die Hausrat- oder Hausrat-Kaskoversicherung zuständig. Helvetia schliesst Schäden aus illegalen Aktivitäten im Internet aus. Und Phishing ist kein Automatismus: Laut dem Versicherungsberater im SRF «Espresso» vom Januar 2025 sichert kein Versicherer zu, dass ein Phishing-Schaden übernommen wird. Massgebend sind die Versicherungsbedingungen, nicht der Prospekt.
Die Zahlen für 2025 zeigen, wen es trifft: Das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) erhielt 2025 knapp 65’000 Meldungen. 90 Prozent davon kamen aus der Bevölkerung, nicht von Firmen. Am häufigsten gemeldet wurden Anrufe im Namen von Fake-Behörden (26 Prozent), Phishing (19 Prozent) und Werbung für Online-Anlagebetrug (9 Prozent). Im zweiten Halbjahr 2025 ordnete das BACS 52 Prozent der 29’006 freiwilligen Meldungen dem Phänomen Betrug zu.
Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 zählt 57’761 Straftaten mit digitalem Tatvorgehen. 54’247 davon sind Cyber-Wirtschaftskriminalität. Von den 36’572 geschädigten Personen in diesem Bereich waren 81,2 Prozent Opfer von Onlinebetrug. Der Markt reagiert: Laut Schweizerischem Versicherungsverband hatten im August 2025 über 400’000 Privatpersonen eine Cyberversicherung.
Bevor Sie eine Cyberversicherung abschliessen, lohnt sich der Blick in die bestehenden Policen. Oft fehlt nur ein Teil.
| Versicherung | Deckt bereits | Deckt ohne Cyber-Zusatz nicht |
|---|---|---|
| Hausratversicherung | Möbel, Geräte und Kleider nach Feuer, Elementarereignissen, Wasser, Diebstahl und Glasbruch | Geld, das durch Phishing oder Onlinebetrug verloren geht; Kosten der Datenwiederherstellung |
| Privathaftpflicht | Schäden, die Sie anderen zufügen | Ihren eigenen Vermögensschaden; ein weitergegebener Virus, der Daten eines Dritten zerstört, nur mit Cyber-Zusatz (Helvetia) |
| Rechtsschutzversicherung | Anwalts- und Gerichtskosten; bei Helvetia ist der Cyber-Rechtsschutz automatisch enthalten; AXA bietet den Rechtsschutzteil als Modul «Onlinemobbing & Urheberrechte» mit AXA-ARAG an | Ersatz von gestohlenem Geld |
| Kreditkarte, Debitkarte, Bank | Rückbuchung falscher Belastungen, wenn Sie diese in der Regel innert 30 Tagen nach Rechnungsdatum beanstanden; massgebend sind die Bedingungen des Kartenherausgebers | Bei Phishing schliessen Banken und Kartenanbieter die Haftung oft vertraglich aus; eine Rückerstattung ist dann nicht sicher |
Die Cyberversicherung zahlt bei Kartenmissbrauch nachrangig: AXA leistet nur, wenn der Kartenherausgeber den Schaden nicht übernimmt. Wer eine Rechtsschutzversicherung mit Internetmodul und eine Hausrat mit Cyber-Zusatz hat, prüft zuerst, welche Lücke eine dritte Police überhaupt noch schliessen würde. Was Hausrat und Haftpflicht im Detail decken, lesen Sie im Ratgeber Hausratversicherung und Privathaftpflicht.
Die Versicherungsprodukte mit öffentlichem Preis kosten CHF 39 pro Jahr (Zurich «Cyber – Safe Shop & Pay», «Cyber – Safe Surf») und ab CHF 41.90 pro Jahr (Allianz «Online- und Kaufschutzbrief»); der Präventionsdienst «Cyber – Prevention» von Zurich kostet CHF 72 pro Jahr und ist keine Versicherung. Das SRF «Espresso» nannte im Januar 2025 eine Spanne von CHF 35 bis CHF 45 pro Jahr. Mehrere Anbieter zeigen den Preis nur im Prämienrechner, weil er von Haushalt, Versicherungssumme und Selbstbehalt abhängt. Alle Preise laut Produktseiten der Versicherer, Stand 4. November 2026; die Seiten nennen kein Tarifjahr. Für 2027 gelten die dann publizierten Preise.
| Anbieter und Produkt | Prämie pro Jahr | Versicherungssumme und Selbstbehalt |
|---|---|---|
| Zurich, «Cyber – Safe Shop & Pay» | ab CHF 39 | CHF 10’000 bis CHF 50’000 wählbar; kein Selbstbehalt |
| Zurich, «Cyber – Safe Surf» | CHF 39 | CHF 3’000, zwei Ereignisse pro Kalenderjahr |
| Zurich, «Cyber – Prevention» (Cyber Security App) | CHF 72 | Präventionsdienst für bis zu 10 Geräte, keine Versicherungsleistung |
| Allianz, «Online- und Kaufschutzbrief» | ab CHF 41.90 (Einzelperson, inkl. Stempelsteuer) | kein Selbstbehalt; Bargeldvorschuss bis CHF 2’000; 20 Prozent Rabatt für neue Verträge unter 30 Jahren |
| AXA, «Cyberversicherung Plus für Private» | nur im Prämienrechner | Datenrettung CHF 3’000 pro Fall und Jahr, höchstens zwei Fälle; Selbstbehalt bei Vermögensschäden wählbar von CHF 50 bis CHF 5’000 |
| Mobiliar, «Cyberversicherung für Privatpersonen» | nur im Prämienrechner | Familienrabatt für Familien mit Kindern unter 16 Jahren |
| Generali, «Cyberversicherung» | nur im Prämienrechner | 15 Prozent Rabatt bei Online-Abschluss |
| Helvetia, Cyber-Zusatz zu Hausrat und Privathaftpflicht | nur im Prämienrechner | bis zu 10 Prozent Kombinationsrabatt mit Haftpflicht, Hausrat und Rechtsschutz |
Vergleichen Sie nicht die Prämie allein. Entscheidend sind drei Zahlen: die Versicherungssumme pro Fall, der Selbstbehalt und die Zahl der Fälle pro Jahr. Ein Produkt für CHF 39 mit CHF 3’000 Versicherungssumme hilft bei einem Datenverlust. Bei einem geplünderten Konto hilft es nicht.
Sinnvoll ist sie, wenn ein Vorfall Sie spürbar treffen würde:
Weniger sinnvoll ist ein separater Abschluss in diesen Fällen:
Zeit ist laut BACS ein wichtiger Faktor: Wer schnell handelt, kann betrügerische Transaktionen möglicherweise noch stoppen.
Überwachen Sie danach Kontobewegungen und Online-Konten auf verdächtige Aktivitäten. Bei Streit mit dem Versicherer vermittelt der Ombudsman der Privatversicherung kostenlos und neutral.
Die Grundlagen zum Abschluss (Sorgfaltspflichten, Internetrechtsschutz, Lesen der Versicherungsbedingungen) stehen im Ratgeber Cyberversicherung und Internetrechtsschutz. Produktspezifisch vergleichen Sie fünf Punkte:
Notieren Sie zudem Laufzeit und Kündigungsfrist: Verträge nach VVG können Sie spätestens auf Ende des dritten Jahres mit drei Monaten Frist kündigen, danach jährlich.
Cyberversicherungen schliessen Sie direkt beim Versicherer ab; miavita vermittelt diese Produkte nicht online. Wenn Sie wissen wollen, welche Lücke Ihre Hausrat, Ihr Rechtsschutz und Ihre Kreditkarte heute lassen, prüfen unsere Beraterinnen und Berater Ihre Policen und melden sich zu Ihrer Wunschzeit. Bei der Krankenkasse rechnet sich der Vergleich jedes Jahr: Die Prämien 2027 sehen Sie online, ohne Konto. miavita GmbH ist ein bei der FINMA registrierter, ungebundener Versicherungsvermittler in der Schweiz; miavita erhält eine Vergütung von Versicherern, Details unter Art. 45 VAG.
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Alle Quellen abgerufen am 4. November 2026.
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